Dachdämmung

Dachdämmung

Früher wurde das Dachgeschoss meistens nicht ausgebaut, daher war eine Dachdämmung auch nicht nötig. So wurden im Laufe der Zeit verschiedene Möglichkeiten entwickelt, die Kälte im Winter oder die Wärme im Sommer draußen zu halten. Moderne Dämmstoffe sind inzwischen so ausgereift, dass diese eine optimale Schutzwirkung erzielen. Diese Investition in eine Dachdämmung amortisiert sich meistens schon nach kurzer Zeit. Hinzu verhindert diese den Ausstoß von klimaschädlichen Gasen, wie z.B. Kohlendioxid. Wo drauf sollte also bei einer Dachdämmung geachtet werden? Zunächst ist eine wasserführende Schicht notwendig, die auf den Sparren und unter der Eindeckung angebracht werden muss. Diese Folie leitet Wasser, Schnee und Regen ab. Der Fachhandel bietet eine Vielzahl an verschiedenen Produkten zur Dachdämmung an. Welche Möglichkeiten gibt es also ein Dach zu dämmen? Im Folgenden stellen wir Ihnen die verschiedenen Möglichkeiten vor. Es gibt drei Möglichkeiten, wie das Material seine Dämmwirkung entfalten kann. Es wird unterschieden zwischen Aufsparren-, Zwischensparren- und Untersparrendämmung.

Aufsparrendämmung

Bei der Aufsparrendämmung wird der Dämmstoff auf den Sparren unter der Dacheindeckung aufgebracht. Dieses Verfahren erfolgt von außen. Die Dachkonstruktion muss also komplett freigelegt werden. In einem Althaus lohnt sich dieses Verfahren bei einer Dachneueindeckung. Die Dämmung besteht aus Platten oder als Rollenware. Die Ausführung der Arbeiten ist meistens kein großer Aufwand. Da wegen der genormten Sparrenabstände nur ein geringer Aufwand für den Zuschnitt erfolgen muss.

Zwischensparrendämmung

Die Zwischensparrendämmung erfolgt durch das Ausfüllen der Sparrenfelder mit Dämmmaterial. Die Arbeiten werden hierbei von innen erledigt. Das Abdecken des Daches ist hierbei also nicht nötig. Die Voraussetzung ist aber eine ausreichende Sparrendicke.

Untersparrendämmung

Soll die unterseitige Dachbekleidung erhalten werden oder reicht die Sparrendicke für eine Zwischensparrendämmung nicht aus, kann das Dämmmaterial auch unterhalb der Sparren befestigt werden. Hierbei werden die Sparren mit Brettern oder Kanthölzern aufgedoppelt. Im Anschluss wird die Raumseite mit der Dämmplatte verkleidet. Hierbei können z.B. Gipskartonplatten zum Einsatz kommen. Sie sollten hierbei unbedingt den Verlust an Raumhöhe beachten.

Wie stark die Dämmschicht sein muss, hängt von der Dämmfähigkeit des jeweiligen Materials ab. Dieses drückt sich im sogenannten Lambda-Wert aus. Dieser Richtwert wird auf dem Etikett der Verpackung angegeben. Je kleiner dieser Wert ist, umso höher ist das Dämmvermögen des jeweiligen Materials. Viele Dämmstoffe, wie z.B. Mineralwolle oder Polystyrol haben einen Lambda-Wert von 0,04 W/m²K. Daher sollte Dämmmaterial mit einer Stärke von mindestens 14 bis 18 Zentimetern genutzt werden.

Die Materialien

Grundsätzlich wird zwischen mineralischen, synthetischen und organischen Dämmstoffen unterschieden.

Mineralische Dämmstoffe
Mineralfasern, wie Glas- und Steinwolle werden aus Glas- oder Gesteinschmelzen hergestellt. Die feinen Fasern bilden ein luftgefülltes Flechtwerk mit einer hohen Dämmqualität.

Synthetische Dämmstoffe
Bereits mit geringen Dämmstoffdicken erreichen die Materialien einen hohen Dämmeffekt. Dieses Material wird oft zur Steildachdämmung in Plattenform angeboten. Man hat die Wahl zwischen Styropor, XPS (extrudiertes Polystyrol) und PUR (Polyurethan-Hartschaum).

Organische Dämmstoffe
Isoliermaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen haben bisher nur einen geringen Marktanteil, erfreuen sich aber zunehmend an Beliebtheit. Die meisten Materialien bestehen aus Zellulose, Baumwolle, Kork, Kokosfasern oder Holzwolle. Als tierisches Produkt hat sich die Schafwolle etabliert.

Wo und mit welchem Material auch gedämmt wird: Ein ganz wichtiger Punkt ist die Vermeidung von Wärmebrücken, schon kleinste Lücken können die Dämmwirkung erheblich beeinträchtigen. Bei einer Aufsparrendämmung werden daher oft Dämmplatten mit Nut und Feder verlegt. Bei der Zwischensparrendämmung ist unbedingt und penibel darauf zu achten, dass das Material dicht an den Sparren abschließt.

Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de