Das Prinzip eines Passivhauses

Das Prinzip eines Passivhauses

Der Grundgedanke eines Passivhauses ist es, dass man die erzeugte Wärme möglichst lange im Haus hält. Ein Passivhaus wird so genannt, weil dieses den Großteil der Energie passiv bezieht, wie z.B. durch Sonneneinstrahlung in die Fenster eines Hauses. Dieses wird durch eine lückenlos gedämmte Außenhülle realisiert. Die Komponenten von Passivhäusern sorgen dafür, dass der Energieaufwand für die Beheizung des Hauses auf ein Minimum reduziert wird, da keine Wärme nach außen verloren geht. Um das Ziel erreichen, müssen die einzelnen Komponenten perfekt ausfeinander abgestimmt sein und diese müssen auch fachgerecht und professionell verarbeitet sein. Produkte, die für den Einsatz in Niedrigenergiehäusern zertifiziert sind, erfüllen die strengen Richtwerte. Die Fenster eines solchen Hauses müssen z.B. einer kleineren U-Wert als 0,8W/m²K aufweisen. Dieser Wert beschreibt den Wärmeverlust des Bauteils. Solche Werte können nur Fenster erreichen, die dreifach gedämmt sind und mit einem Thermoschaum eingebaut sind. Diese hochwertigen Baustoffe haben natürlich auch ihren Preis und sind im Vergleich zu normalen Baustoffen teurer. Doch die hohe Nachfrage wirkt sich bereits auf die Preise im Niedrigenergiehaus Segment ein und wird diese auf längere Sicht senken.

Wärmebrücken vermeiden

Ein weiterer wichtiger Punkt, ist die wärmebrückenfreie Konstruktion. Wärme nimmt immer den Weg des geringsten Widerstands. Solche Schwachstellen in einem Haus nennt man Wärmebrücken. Diese gilt es in einem Passivhaus zu vermeiden. Durch den Wärmeverlust kann es so zu einer verminderten Oberflächentemperatur der Wände führen und Schimmel hervorrufen. Mithilfe von Thermographie können Wärmebrücken erkannt und beseitigt werden. Bei einem Niedrigenergiehaus sollte man daher Grundsätzlich Bauteile wie Rolläden, Vordächer und Ähnliches von außen montieren um Wärmebrücken zwischen Fassade und dem Bauteil zu vermeiden.

Bildquelle: sarahraisel - flickr