Fußbodenheizung und Wandheizung

Fußbodenheizung und Wandheizung

Eine Fußbodenheizung hat viele Vorteile, die sie durch ihre sanfte Wärmeabgabe und großflächige Wärmeübertragung ausspielt. Ein weiterer Punkt ist, dass diese keine Vorlauftemperatur benötigt. Viele Menschen finden die gleichmäßig verteilte Wärme von unten einfach großartig. Weder Wände noch Fensterbereiche muss man mit Heizkörpern verstellen und Fußbodenheizungen sind schon lange kein Luxus mehr. Fußbodenheizungen können jedoch nicht ohne professionelle Hilfe berechnet und eingebaut werden. Dreh- und Angelpunkt sind die notwendigen planerischen Voraussetzungen, die sich unbedingt nach gültigen Normen und Vorschriften richten müssen. Hierbei sollte unbedingt auf die Energieeffizienz geachtet werden.

Planung einer Fußbodenheizung

Die wichtigsten Punkte bei der Installation einer Fußbodenheizung und deren Auslegung sind angemessene Pumpen, der hydraulische Abgleich der Anlage, die Dämmung und die Heizrohre. Bei der Planung müssen die an Ort und Stelle herrschenden Bedingungen berücksichtigt werden. So ändert sich die Heizlast, wenn z.B. noch ein Kamin oder Leuchten in dem Wohnraum stehen.

Selbstregelung nutzen

Einer Fußbodenheizung wird oft nachgesagt, dass dies entweder zu warm oder zu kalt ist. Dieses persönlich empfundene Problem bezieht sich auf den Wärmeaustausch zwischen den Heizwasserohren und der Estrichoberfläche, da eine Reaktionszeit von ein bis zwei Stunden benötigt wird, sobald die Temperatur verändert wird. Über mechanische Raumregler lässt sich das völlige Auskühlen des Bodens vermeiden. Das wird z.B. dann erforderlich, wenn die Sonne durch die Fenster den Raum erwärmt. Das Thermostat würde ansonsten die Fußbodenheizung abschalten und der Boden würde völlig auskühlen. Die Aufheizung würde dann eine Menge an Energie benötigen, um den Boden wieder auf die gewünschte Temperatur zu erwärmen. Der Selbstregelungseffekt der Anlage ist in diesem Zusammenhang ein entscheidener Faktor, den Sie bei der Planung unbedingt berücksichtigen sollten.

Die Wandheizung als Alternative

Neben den Bodenflächen können sich auch Wände als Heizflächen ein. In den letzten Jahren ist daher auch der Marktanteil von Wandheizungen gestiegen. Die Wandheizung bietet sich zum Beispiel wegen ihrer energieeffizienten Technik besonders für ein Niedrigenergiehaus an. Diese kann z.B. effektiv mit einer Wärmepumpe oder einer Solaranlage kombiniert werden. Eine Wandheizung kann auch nachträglich in Altbauten eingesetzt werden. Neben dem Komfort sind Wandheizungen auch im Energieverbrauch einer Radiatorenheizung überlegen. Eine Wandheizung kann als Warmwasserheizung mit Rohren aus Kunststoff, Metall oder Kupfer betrieben werden. Als Wandlösung sind Installationen an massiven Wänden möglich.

Weitere positive Eigenschaften von Fußboden- und Wandheizungen:

  • Von Personen wird die Wärme als besonders behaglich empfunden.
  • Durch die Selbstregulierung sind die Heizungen sehr komfortabel oder benötigen nur wenige Regelungen.
  • Die Raumtemperatur kann 1 bis 2°C niedriger liegen, als bei anderen Heizungssystemen.
  • Da die Rohre innerhalb des Estrichs oder in der Wand verlegt werden, müssen im Raum keine Heizkörper aufgestellt werden.
  • Sehr effizient mit der Kombination einer Wärmepumpe oder Solaranlage.

Bildquelle: RainerSturm / pixelio.de