Gartenweg anlegen

Der Gartenweg ist nicht nur die Verbindung zwischen zwei Punkten in Ihrem Garten. Vielmehr ist er die Lebensader des heimischen Biotops, die sich wie eine Schlange durch die Grünfläche windet. Bei der Planung ist daher einiges zu beachten, damit sich der Gartenweg auch optimal in das Gesamtbild der Umgebung einfügt. Man sollte sich vorher genau bewusst machen, was zu seinem Garten passt und was nicht. Dabei kann man auch auf moderne Gartenplanungssoftware zurückgreifen. Sie hilft ungemein bei der Entscheidungsfindung. Ist man sich seiner Sache dann sicher und hat alle benötigten Materialien beschafft, kann die Arbeit beginnen.

So legt man einen Gartenweg an:

Zunächst werden die Wegränder mit Holzpflöcken markiert. Diese werden dann durch eine feste Schnur stramm verbunden. Sollten Sie Kurven in Ihren Weg einarbeiten wollen, ist es ratsam dort mehr Pflöcke einzusetzen. Außerdem sollten die Holzpflöcke zumindest 15 cm höher sein, als der spätere Weg. Um die Pflöcke auszurichten und in der gewünschten Höhe zu halten, nutzt man die Wasserwaage. Diese wird auf der Schnur zwischen zwei Pflöcken platziert. So gehen Sie dann jedes Segment ab.

Wie bei allen größeren Bauvorhaben muss zunächst für einen soliden Unterbau gesorgt werden, da sonst die Haltbarkeit des Weges sehr gering ist. Der Unterbau verhindert Ansammlungen von Wasser, was gerade im Winter zu Frostschäden im Weg führen kann. Auch die Glatteisgefahr wird auf diese Weise gemindert. Hier kommen vor allem wasserdurchlässige Materialien zum Einsatz. Dazu gehören vor allem Kies und Schotter.

Nachdem alle Pflöcke platziert wurden und den Verlauf des Weges aufzeigen, wird Platz für den Unterbau geschaffen. Dazu wird der gesamte Weg ca. 20 cm tief ausgehoben. Danach wird der Boden festgestampft, um danach die rund 10 cm tiefe Kiesschicht aufzutragen. Um eine gute Haftung und Stabilität zu gewährleisten, verdichtet man den Kies nun noch mit Sand. Auch diese Sandschicht wird wiederum festgestampft oder mit einer großen Rolle verdichtet. Sie sollten nun eine relativ feste Oberfläche vorfinden, die Ihren Weg tragen wird.

Ist Ihnen dies gelungen, kann es ans eigentliche Pflastern gehen. Hierfür benötigt man eine Sandschicht, in der die Platten später eingebettet werden können. Diese Schicht sollte rund 3 cm dick sein. Tipp: Platzieren Sie am Rand des Weges Holzlatten und richten Sie diese nach den gewünschten 3 cm entlang des Weges auf. Nun füllten Sie Ihre Umschalung auf und ziehen den überstehenden Sand mittels einer weiteren Latte einfach ab. Schon haben Sie eine ebene und exakte Fläche, mit der Sie gut arbeiten können.

Nun werden die Gehwegplatten auf der Sandschicht aufgelegt. Versuchen Sie, die Platten nicht zu verkanten oder schräg aufzusetzen. Mit einem Gummihammer und sanften Schlägen treiben die den Stein dann in das Sandbett. Achten Sie darauf, dass die Steine möglichst gleichmäßig liegen und einzelne Exemplare nicht aus der Menge schauen.

Sind alle Platten zu Ihrer Zufriedenheit verlegt worden, kann nun der letzte Arbeitsschritt erfolgen. Über den Wegplatten wird Sand verteilt und mit einem Besen in die Fugen gekehrt. Wenn sie alle mit Sand gefüllt wurden, werden sie noch eingeschwemmt, damit der Sand auch in alle Ecken kommt. Danach können Sie noch den restlichen Sand wegfegen und Ihr Werk bewundern.

Bildquelle: Bernhard Friesacher / pixelio.de